Ein auf Ubuntu basierendes Cloudbetriebssystem für Netbooks
Jolicloud nennt sich die im Jahre 2009 von Tariq Krim gestartete Linuxdistribution welche auf einem stark angepassten Ubuntu-Kernel läuft.
Ziel des Systems ist es auf einfache Weise schnell und mit möglichts kostenlosen Anwendungen nach dem Start des Netbooks mit den Sozialennetzen wie Facebook und Twitter verbunden zu sein. Dafür wird die Firefox basierende Technik Prism eingesetzt.
Desweiteren ist in das System ein soziales Netzwerk eingebaut, welches dem Anwender die Möglichkeit gibt mit der Jolicloud Gemeinschaft vernetzt zu sein. So kann z.B der User sehen, welche Anwendungen ein Jolicloud-Nutzer in seiner Nähe installiert hat und welche Programme ihm besonders gefallen.
Der geringe Strombedarf und die niedrige Hardware-Anforderung machen Jolicloud zu einem sehr performanten und qualitativen Netbook-Betriebssystem. Sogar HD-Unterstützung wird geboten.
Zuerzeit liegt die erste Fina-Version von Jolicloud vor.
Die Idee hinter Jolicloud
Tariq Krim will ein minimales Betriebssystem speziel für Ntebooks bereitstellen, welches eine hohe Kompatibilität vieler Netbooks bietet, Ressourcen schonend ist und alle Soziallennetzte in eine Cloud verbindet.
Der Desktop
Momentan errinert der Desktop noch stark an den Netbook-Remix von Ubuntu 9.10, was sich aber in der nächsten Zeit ändern wird. So haben die Entwickler vor kurzem ein Feauture herausgebracht, welches dem Benutzer einen zweiten Desktop-Modus anbietet. D.H. man kann nun vom Netbook-Desktop auf einen richtigen Desktop Umschalten, der richtige Fenster bietet. Diese neue Methode soll besonders hilfreich sein, wenn das Netbook mit einem externen Monitor betrieben wird, da der Standard-Desktop nicht für große Displays konzipiert ist.
Installation
Angst bei der Installation um ein eventuell schon installiertes Windowsbetriebssystem muss man nicht haben, denn wie auch die Entwickler von Ubuntu stellt das Entwickler-Team von Jolicloud Ihr Betriebssystem in einer Express-Version zur Verfügung, bei der das Betriebssystem auf einer virtuellen Partition installiert wird. Beim Start steht einem dann die Möglichkeit entweder Windows oder Jolicloud auszuführen. Soll Jolicloud wieder entfernt werden, so geht man wie bei Wubi unter Windows in die “Systemeinstellungen” auf “Software und Programme” und deinstalliert Jolicloud vom System.
Soll Jolicloud fest auf der Festplatte installiert werden, so lädt man sich das rund 600 MByte große Jolicloud-Image herunter und kopiert es mit dem Jolicloud-USB-Creater, der für Linux als auch für Windows und Mac OS X angebote wird auf einen USB-Stick wodurch dieser Bootfähig wird.
Beim Start vom USB-Stick hat man nun die Wahl Jolicloud life zu testen oder sofort zu installieren. Die Installation verläuft ähnlich wie bei Ubuntu ab und stellt keine Hürden da.
Der Betrieb
Ist Jolicloud erfolgreich Installiert, so kann mit dem Arbeiten auch bald losgelegt werden. Um Programme Installieren zu können und mit den Soziallennetzen Verbunden zu sein, muss man sich bei Jolicloud registrieren und einen Account anlegen.
Nach der Registrierung können dann über das Jolicloud-Software-Management Programme installiert, genutzt und wieder entfernt werden.
Systemunterstützungen und Technischedaten
Unterstützte Netbook-Hardware
Display
- 7″, 9″, 10″ oder höher
- Vollständige Unterstützung folgender Netbook-Aufklösungen: 800×480, 1024×600, 1366×768
Speicher
- Interne HDD oder SSD
- Flash disks i.e. USB, Speicherkarten
- Externe HDD oder Optische-Player
Processor
- Optimiert für Intel Atom Diamondville e.g. N270, N280
- Optimiert für Intel Atom Silverthorne i.e. Z510, Z520, Z530
- Optimiert für Intel Atom Pineview i.e. N450, N470
- Legacy Intel, und AMD Prozessorens
- Beschränkter Support für VIA C7-M
Grafikchipsätze
- Intel 945GSE mit dem Video-Chipsatz GMA 950
- Intel US15W Video-Chipsatz GMA 500
- Intel GMA 3150
- Nvidia ION Chipsatz
- Legacy ATI, Nvidia Chipsatz
Netzwerk
Verdrahtete Netzwerke (IEEE 802.3)
- Ethernet 10 Mbit/s
- Fast Ethernet (100 Mbit/s)
- Gigabit Ethernet (1 000 Mbit/s)
WiFi
-
-
IEEE 802.11a
- IEEE 802.11b
- IEEE 802.11g
- IEEE 802.11n In Entwicklung
-
-
Netbook Hardware
- Atheros: AR242x, AR51xx, AR54xx, AR91xx, AR92xx
- Broadcom: BCM4312 basiert
- Ralink: RT2860, RT2870, RT3070, RT3090
- Realtek: RTL8187se, RTL8192e/se/su
Bluetooth
-
Protocols
- Bluetooth 1.0
- Bluetooth 1.1
- Bluetooth 1.2
- Bluetooth 2.0 + EDR
3G and EVDO
Es werden die meisten internen und externen USB 3G Modems unterstützt
Jolicloud Daten
Kernel
- Linux 2.6.32.4 (i386)
- Linux 2.6.32.4 (Atom optimiert)
XServer
- X.org 1.6.0
Window Manager
- Gnome 2.24.0
Default Browser
- Firefox 3.5.3 (XULRunner 1.9.1.3)
- Prism 1.0b2 (XULRunner 1.9.1.3)
Supported Formats
Audio
- MP3 (MPEG-1 Audio Layer 3)
- AAC (Advanced Audio Coding)
- WMA (Windows Media Audio)
- FLAC (Freier Lossless Audio Codec)
- Ogg Vorbis
-
WAV
-
AIFF (Audio Interchange Dateiformat)
Foto
- JPEG
- PNG
- BMP
- TIFF
- SVG
- EPS
Dokumente
- DOC, RTF, ODT, SXW
- XLS, ODS
- PPT, PPS
Archivierungsformate
- 7zip (.7z)
- Ace (.ace)
- Rar (.rar)
- GNU Tar (.tar)
- GNU Tar GZ (.tar.gz .tgz)
- GNU Tar bzip2 (.tar.bz2)
- GNU Tar Compress (.tar.Z)
- Zip (.zip)
Video
- Unterstützte Formate: DivX, Xvid, MPEG4, H.264, WMV9
- Dateiformate: MPG, AVI, MP4, WMV, DivX, MKV, OGM
- HD 720p supported mit Intel GMA 500, Intel GMA 3150 und Nvidia ION Video-Chipsätzen
- Full HD 1080p unterstützt mit Intel GMA 3150 und Nvidia ION Video-Chipsatz
Bilder Galerie
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Weitere Informationen
Wer mehr über Jolicloud und Cloud-Computing erfahren möchte, kann sich das Interview mit Sascha Pallenberg, der das Jolicloud-Projekt unterstützt und auf seinen Websiten netbooknews.de und netbooknews.com über das aktuellste aus dem Bereich Netbook und Mobile-Computing bloggt anhören. Geführt hat das Interview Ingo Ebel von RadioTux auf der Cebit 2010 in Hannover.
Links:












Das switchen von Netbook ins normale Fenster Modus ist kein Jolicloud Feature. Das gibst auch schon seit längerem bei Ubuntu Netbook Remix.
Zitat Yoschi ?:
Dann haben die Jolicloud-Entwickler wohl so getan, dass sie dieses Feauture selber entwickelt häten.
Nun ja wenn sie es beworben haben bzw als Feature angegeben haben dann bedeutet das nicht dass sie es gleich selber entwickelt haben.
Stimmt, aber wo?
[...] Interview über Jolicloud zu führen. Nun gibt es aber auch den entsprechenden Bericht auf ubunutxx zu lesen. Übrigens hatte ich damals die Alphaversion auch kurz im Distributionssalat [...]
Ein schöner Bericht. Vielen Dank. Joliclound kannte ich bisher noch nicht. Klingt gut.
[...] mal angeschaut, bei der Quintessenz gab es etwas zu Mangaka Linux zu lesen und bei E-IT etwas zu Jolicloud organisiert. Y0koert hat sich des wirklich exotischen thailändischen MoonOS angenommen. Bei [...]
[...] http://ubuntuxx.de/aus-der-linux-welt/jolicloud/ This entry was posted in Allgemein by chrifo. Bookmark the [...]